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Frank Einstein – Die Entführung der Roboter ~ Jon Scieszka

 

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Deutsche Erstveröffentlichung: 27. April 2015
ISBN: 978-3453269781
empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Frank Einstein and the Antimatter Motor
Preis: 12,99 Euro / eBook: 9,99 Euro

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Frank Einstein und sein bester Freund Watson sind Erfinder. Frank lebt vorübergehend bei seinem Großvater, den er Grampa Al nennt. Seine Eltern sind auf großer Entdeckungstour und Frank ist das gerade ganz recht, denn so kann er sich in Grampas Garage ganz den Forschungen widmen.Als in einer stürmischen Nacht der Blitz in die Werkstatt einschlägt, erwacht sein jüngstes Forschungsprojekt zum Leben. Die Roboter Klink und Klank, die ihm bei seinem jüngsten Forschungsprojekt vielleicht behilflich sein könnten. Denn um das Haus seines Großvaters zu retten muss Frank den Wissenschaftspreis gewinnen und T. Edison ausstechen. Doch dann werden Klink und Klank entführt… Wird Frank seine neue Freunde und das Haus seines Großvaters retten können?

Das Buch handelt vordergründig von Frank und seinen Freunden. Dennoch steckt da noch viel mehr dahinter, denn die Kinder werden spielerisch in die Welt der Physik und Chemie entführt. Komplexe Vorgänge werden mit kindgerechten Grafiken und Erläuterungen so geschickt in die Handlung eingefügt, dass die Kinder gar nicht merken wie sie gerade etwas lernen. Es ist allerdings wichtig, dass ein gewisses Interesse für die Materie vorhanden ist. Ist dies jedoch gegeben, wird das Kind definitiv Freude am Buch haben und das Abenteuer gespannt verfolgen.

Der Sprachstil des Autors ist kurz und leicht abgehakt, aber das passt irgendwie zu der temporeichen Erzählung. Denn bei Frank Einstein ist einiges los. Wem die Erklärungen im Buch selbst nicht ausreichen, den erwartet im Glossar noch eine genauere Erläuterung der wissenschaftlichen Begriffe. Dazu kommt noch ein Finger-Alphabet, weil es einen Protagonisten gibt, der sich nur auf diese Weise verständigt. Das regt nochmal zum selbst nachmachen an und ist eine Herausforderung für die Kids, wenn sie sich drauf einlassen.

Richtig gut gefallen haben mir Klink und Klank. Klink ist der klügere von beiden und Klank steht auf Umarmungen. Außerdem hat Klank die Angewohnheit in Rhythmen (Low Yazz 1 oder Polka 2 zum Beispiel) zu sprechen, die man kennt, wenn man mal so ein Casio-Keyboard hatte. Ich habe meinem Sohn versucht die entsprechenden Textstellen auch im Rhythmus vorzulesen, was er besonders lustig fand.

Der Illustrator Brian Biggs hat zur Handlung passende Illustrationen erstellt, die ganz in schwarz, weiß und rot gehalten sind. So wirken die Bilder nicht so schnell überladen und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Hinzu kommen die Bilder, welche die physikalischen und chemischen Vorgänge erklären und auch absolut kindgerecht aufgebaut sind.

Das nun folgende Video zeigt den Autor selbst, der sein Buch auf sehr lustige Weise vorstellt:

Fazit:

Ein tolles Buch um interessierten Kindern die Wissenschaft näher zu bringen und das ganze noch verknüpft mit einem rasanten Abenteuer. So macht lesen Spaß.

Wir vergeben hier: ★★★★☆

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2 Kommentare

  1. Beatrix Petrikowski

    Ich kenne da wesentlich bessere Bücher, um Kindern Wissenswertes zu vermitteln. Von diesem Buch dürfte kaum ein Kind wirklich etwas gelernt haben, weil alles nur kurz angerissen wurde. Weniger wäre da mehr gewesen.

    1. Claudia Kolberg

      Ich habe das so gemeint, dass hier ein paar Basis-Infos den Kindern näher gebracht werden. Zum richtigen Erlernen gibt es natürlich die „Wieso?Weshalb?Warum?“ – Reihe oder Ähnliches. 😉

      Im Rahmen eines spannenden Kinderbuches genügt ein Anreißen der Thematik auch zunächst um Interesse bei den Kids zu wecken finde ich 🙂

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