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Denn morgen sind wir tot ~ Andreas Götz

 

Broschierte Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Oetinger
Erscheinungstermin: 20. August 2015
ISBN: 978-3789136177
empfohlenes Alter: 16-17 Jahre
Preis: 14,99 Euro / eBook: 10,99 Euro

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Inhalt:

Siri ist 16 Jahre alt und mit Niklas zusammen, doch so richtig verliebt ist sie in ihn nicht. Dann begegnet sie Adrian, der einen Gefühlssturm in ihr verursacht. Sie trennt sich von NIklas, der das anscheinend gar nicht verkraftet und Siri einfach nicht in Ruhe lässt. Und Adrian sieht in Niklas auch eine immer größere Gefahr… Die beiden schmieden einen Plan, der die tiefsten menschlichen Abgründe zum Vorschein bringt…….

Rezension:

Das Vorwort zum Buch ist aus der Sicht des Täters geschrieben, der auf Anraten seines Therapeuten dieses Buch geschrieben hat. Man ahnt also hier bereits, dass es kein Happy End geben wird und mir persönlich hat auch gut gefallen, dass der Protagonist hier direkt den Leser anspricht. Das hat die Spannung von Anfang an hergestellt.

Das Buch ist aus der Sicht der 16 jährigen Siri verfasst und somit auch in einer leichten und lockeren Jugendsprache, die hier sehr gut zum Buch und zur Atmosphäre gepasst hat. Zu Beginn hat mich die naive Siri ein wenig genervt, weil sie wirklich wahnsinnig blauäugig ist und sich ohne zu überlegen auf den 23 jährigen Adrian einlässt. Obwohl man hier natürlich das Alter der Protagonistin sehen muss und man mit 16 wohl nicht wohlüberlegt handelt. Siri tut das, was ein Teenager tut… rebellieren gegen alles und jeden. Wer ihren Lebenswandel nicht gut heißt, der gönnt ihr das Glück nicht. Und auch vor nicht korrekten Methoden schreckt sie nicht zurück um Zeit mit ihrem Adrian zu verbringen.

Bei Adrian war ich mir recht früh sicher, dass mit ihm einiges nicht stimmt. Er sucht sich hier nicht nur eine wesentlich jüngere und völlig unerfahrene, naive Freundin, sondern er lebt sein von Drogen und Alkohol geprägtes Leben mit ihr weiter und man spürt wie er sie immer weiter hinab zieht.

Obwohl man von Anfang an durch das Vorwort weiß was geschehen wird, so wartet das Buch dennoch mit einigen unerwarteten Wendungen und Überraschungen auf. Der Autor hat es hier wieder verstanden mich erst in Sicherheit zu wiegen um mir dann den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. So war es auch schon bei „Hörst du den Tod?“ das ich vor einiger Zeit gelesen habe. Wer also nach dem Lesen des Vorwortes glaubt die ganze Handlung zu kennen, der wird überrascht werden.

Der jugendliche Schreibstil ist sehr eingängig und auch nicht im Jugend-Slang verfasst, sodass auch Erwachsene das Buch sehr gut lesen können. Ich finde der Autor hat hier einen guten Mittelweg sprachlich gefunden. So ist die Sprache zwar realistisch, aber immer noch angenehm zu lesen.

Das große Finale wartet noch mit einigen Überraschungen auf. Selbst als ich dachte: Viel kann da jetzt nicht mehr kommen, legte der Autor noch eine Schippe drauf. Wirklich gelungen und spannend.

Das schlichte Cover ist auch sehr gut überlegt vom Design. Der Name des Buches in Form des Kreuzes und die verwelkten Blutroten Blumen deuten schon an was man hier erwarten darf. Und sogar der Titel bekommt eine Rolle im Buch als wiederkehrendes Lebensmotto von Adrian.

Fazit:

Zwar war ich von Siri zu Beginn ein wenig genervt, aber das wurde im Laufe des Buches immer weiter zur Nebensache. Spannende Lektüre mit unerwarteten Wendungen, die mir gut gefallen hat. Wer gern Spannungsromane liest, der darf hier ohne Bedenken zugreifen.

Ich vergebe: ★★★★☆

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